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Henri MatisseHenri Matisse fand nach dem Rechtswissenschaftsstudium zur Malerei. Er setzte sich als junger Künstler intensiv mit den Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts auseinander und kopierte für den Staat im Louvre klassizistische Werke. Matisse entwickelte sich zum vielschichtigen und innovativen Künstler des 20. Jahrhunderts und war 1905 einer der Mitbegründer der „Fauves“, zu deutsch die „Wilden“. Die Fauves waren eine Künstlergruppe die besonders expressiv und mit leuchtenden Farben arbeitete. Henri Matisse war als Maler, Grafiker und Plastiker tätig und lebte abwechselnd in Paris und in der Gegend von Nizza, wo er 1954 starb.
PapierschnittUm 1943 wurde der Papierschnitt zum Hauptausdrucksmittel in der Arbeit des damals bereits krankheitsbedingt ans Bett gebundenen Künstlers. Mit der Technik des Papierschnitts konnte er jedoch weiterhin künstlerisch kreativ arbeiten. Er ließ von Assistenten Papierbögen mit Farbe einstreichen, aus denen er dann seine Figuren und freien Formen ausschneiden konnte. Matisse nannte diese Technik „mit der Schere zeichnen“. 1947 wurde eine Folge von Papierschnitten aus den Jahren 1943 bis 1944 unter dem Titel „Jazz“ veröffentlicht, die im Schablonendruck vervielfältigt worden waren. Die Serie der „blauen Akte“ entstand 1952, nur wenige Jahre vor seinem Tod. Der Kunsthändler Heinz Berggruen stellte die Papierschnitte erstmals 1953 in seiner Pariser Galerie aus und 2003 in einer Sonderausstellung seiner Sammlung Berggruen in Berlin.
Werke (Auswahl)
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